Arnulf - Die Axt der Hessen

Karl gegen Widukind

Robert Focken

"Arnulf. Die Axt der Hessen"

(Acabus Verlag – Historischer Roman – Taschenbuch 380 Seiten - ISBN: 978-3862823406 - Preis: 12,90€)

 

Arnulf wächst Mitte des 8. Jahrhunderts im Hessengau auf. Als sein Vater bei einem Jagdunfall ums Leben kommt, wird er Lehrjunge bei einem fahrenden Händler, der ihn nicht gut behandelt. Im Alter von fünfzehn Jahren gelingt ihm die Flucht und er kommt bei einem Baumeister unter. Als sächsische Stämme unter Herzog Widukind in Hessen einfallen, stellt Karl der Große ein gewaltiges Heer auf und Arnulf wird gegen seinen Willen in den Heerbann gezwungen. Schon in seiner ersten Schlacht gelingt es Arnulf mit einem Hammer mehrere Sachsen zu töten, was ihm den Namen "sax hamar" einbringt. Bald erlangt er die Aufmerksamkeit des Königs und dessen Berater Einhard. Bei einem Überfall der Sachsen tötet Arnulf Widukinds Bruder. Erika, die Schwester Widukinds, die bei der Eroberung der Eresburg den Franken in die Hände fällt, stellt für Arnulf jedoch eine Bedrohung dar, bei der seine Streitaxt nutzlos ist.

 

Der studierte Historiker Robert Focken hat mit "Arnulf. Die Axt der Hessen" seinen ersten historischen Roman vorgelegt. Obwohl das martialische Buchcover eher abschreckt, erweist sich der Inhalt weniger blutig als erwartet. Im Vordergrund steht zwar Arnulf und sein Aufstieg im Heer, aber auch Einhard, der zu dieser Zeit schon Berater Karls des Großen war, spielt eine wichtige Rolle. Der Autor hat sorgfältig recherchiert und die historischen Fakten, die er in einem Nachwort erläutert, gekonnt mit der fiktiven Romanhandlung verbunden. Das Ende kommt im Buch sehr plötzlich und schreit förmlich nach einer Fortsetzung, die im kommenden Jahr erscheinen wird. Ein historischer Roman, der sich flüssig liest und der insbesondere auch männliche Leser anspricht.

 

[Doris Schweitzer M.A.]

 

Robert Focken

Klappentext:

"So wie ein Pflug den Boden aufreißt, so brachen die sächsischen Krieger in die Schlachtreihe der Franken ein. Hass, Angst und Wut entluden sich in einem Gebrüll, das Arnulfs Blut gerinnen ließ. Er sah Widukinds Haupt aus dem Angriffskeil hervorragen, unbehelmt, seine Langaxt fuhr mit fürchterlicher Gewalt in die ersten Reihen der Franken ein."

Es ist die Zeit Karls des Großen. Als heidnische Sachsenstämme unter Führung des legendären Widukind in Hessen einfallen, versammelt Karl ein riesiges Heer am Main. Wider Willen wird der mittellose Arnulf zum Dienst im Heerbann gezwungen. In blutigen Gefechten erwirbt er sich mit seiner Streitaxt Waffenruhm und gewinnt das Wohlwollen des Königsberaters Einhard. Als Arnulf schließlich die Irminsul, das größte sächsische Heiligtum, zerstört, scheint ihm eine glänzende Zukunft zu winken. Doch eine Geisel am Königshof bringt die Welt des Kriegers ins Wanken: Es ist Widukinds Schwester. Und gegen ihre Reize hilft dem Hessen kein Schild und keine Axt …

Mit dem ersten Band der Arnulf-Saga entwirft der Autor ein packendes Porträt des ausklingenden 8. Jahrhunderts, geprägt von Aberglaube und Brutalität, Frömmigkeit und Leidenschaft. Quer durch das Frankenlager verläuft die Kluft zwischen zivilisierten Gelehrten wie Einhard und dem fanatischen Hofkapellan Karls, der den heidnischen Glauben ausrotten will. Beide Seiten ringen mit allen Mitteln um ihren Einfluss auf den König …

 

Zurück